BGM-Newsletter 2012/3 (22.8.2012)

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Top-Thema
Neues aus Forschung und Praxis
Qualifizierung
Aktuelle Veranstaltungen
Publikationen
Weitere Infos
Kontakt und Impressum

 

 

Top-Thema

Neuer BGM-Standard DIN SPEC 91020 erschienen!
Pro- und Contra-Debatte zum Nutzen einer DIN-Norm
Die DIN-SPEC 91020 „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (wir berichteten bereits) ist aktuell im Beuth-Verlag erschienen und kann dort auch online erworben werden. Die DIN soll Unternehmen befähigen, anhand festgelegter Standards ein zertifizierbares Betriebliches Gesundheitsmanagement systematisch aufzubauen und in den Unternehmensstrukturen und -prozessen nachhaltig zu verankern.
In Fachkreisen ist inzwischen eine kontroverse Diskussion zum Nutzen einer solchen Norm entstanden. Sehen die einen in der DIN ein adäquates Instrument zur Verbreitung fundierter Standards im BGM, steckt für die anderen vor allem nicht mehr dahinter, als das kommerzielle Interesse gewiefter Unternehmensberater.
Wir sind interessiert an Ihrer Meinung: Was halten Sie von einer DIN-Norm zur Zertifizierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements? Schicken Sie uns doch dazu ganz einfach eine E-Mail bis zum 10. Oktober 2012. Über die Ergebnisse werden wir im nächsten Newsletter berichten.

 

 

Neues aus Forschung und Praxis

Hamacher, W., Eickholt, C., Lenartz, N., Blanco, S.:
Sicherheits- und Gesundheitskompetenz durch informelles Lernen im Prozess der Arbeit
(Abschlussbericht: 2012, 1. Auflage)

Ziel des Projektes war die Untersuchung von Ansätzen zur betrieblichen Förderung von Sicherheits- und Gesundheitskompetenz durch informelles Lernen. Nach Sichtung relevanter Forschungsansätze wurden ein Kriterienkatalog zur kompetenzförderlichen Arbeitsgestaltung und ein theoretisches Zusammenhangsmodell zu relevanten Einflussfaktoren im Betrieb erarbeitet. Das Modell bildete die Grundlage für eine zweistufige Befragung von Experten nach der Delphi-Methode. Exemplarisch wurden anhand der Branchen Zeitarbeit und Pflege die konkreten Kompetenzen ermittelt, die in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen bedeutsam sind. Zudem wurde untersucht, welche Maßnahmen und Kontextfaktoren im Prozess der Arbeit ein Lernen der Sicherheits- und Gesundheitskompetenz ermöglichen.
Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) durchgeführt.
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IG Metall Vorstand (Funktionsbereich Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik):
Anti-Stress-Verordnung - eine Initiative der IG Metall

(Juni 2012)

Zunehmende Arbeitsanforderungen, steigender Leistungsdruck und ein schlechtes Betriebsklima erhöhen das Risiko für psychische Beeinträchtigungen und Erkrankungen sowie eine vorzeitige Berentung der Beschäftigten. Vor diesem Hintergrund fordert die IG Metall aktuell eine „Anti-Stress-Verordnung“.
Diese Verordnung soll Arbeitnehmern Schutz vor Stress und negativen Folgen psychischer Belastungen bei der Arbeit gewährleisten. „Es fehlt nicht an Absichtserklärungen und allgemeinen Verweisen“, betont Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Was seiner Ansicht nach fehlt, sind vielmehr verbindliche und insbesondere handhabbare Vorschriften, „die psychische Belastungen mit anderen Gefährdungen in der Arbeitswelt durch Lärm, unzureichendes Licht oder Toxine gleichstellt“.
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Ein Jahr DGUV Vorschrift 2

Ein Jahr nach Inkrafttreten der reformierten Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ äußert sich Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der DGUV, zufrieden: „Erste Umfragen und Rückmeldungen zeigen, dass die DGUV Vorschrift 2 im betrieblichen Alltag angekommen ist.“ Bereits 50% der Befragten – so das Ergebnis einer repräsentativen Mitgliederbefragung des Verbandes der Sicherheitsingenieure – arbeiten bereits nach der DGUV Vorschrift 2. Eine Stärkung der betrieblichen Präventionsarbeit durch die Vorschrift bemerken 30% der befragten Fachkräfte. Zudem wird offenbar positiv zur Kenntnis genommen, dass der Dialog der entsprechenden Berufsgruppen intensiviert wurde.
50% der Befragten können hingegen laut Umfrage bisher keine qualitativ spürbaren Veränderungen ausmachen und auch die Komplexität der neuen Vorschrift und der damit einhergehende Mehraufwand an Kosten und Ressourcen werden kritisiert. Eichendorf erläutert dazu: „Alle Rückmeldungen fließen in die Evaluation der neuen Vorschrift ein“ und „Unser Ziel ist es, die DGUV Vorschrift 2 nach einer ersten Erprobungsphase weiter zu optimieren und sie auf die Bedürfnisse der Anwender zuzuschneiden.“
Mit mehr Handlungsspielraum als bisher wird durch die DGUV Vorschrift 2 in Unternehmen die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung geregelt.
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Kein Stress mit dem Stress – Handlungshilfe für Führungskräfte (psyGA-transfer)
(Juni 2012)

Im Rahmen des Projektes „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – psyGA-transfer“ (wir berichteten bereits) steht ab sofort ein Sammelordner „Kein Stress mit dem Stress – Lösungen und Tipps für Führungskräfte und Unternehmen“ zum Download bereit.
Die darin enthaltenen Tipps und Lösungsansätze bieten insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen konkrete Praxishilfen, wie durch einen gesundheitsgerechten Führungsstil die psychische Gesundheit von Mitarbeitern gefördert werden kann.
Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), fachlich begleitet von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Projektträger: Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub).
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Qualifizierung

Betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Bielefeld: Die neue Kursbroschüre 2013 mit allen Weiterbildungsprogrammen, Inhalten und Terminen ist ab sofort erhältlich und kann unter www.bgm-bielefeld.de heruntergeladen oder einfach per E-Mail kostenlos bestellt werden.
Beginn der neuen Kurse ist der 25. Februar 2013.
Merken Sie sich diesen Termin bereits heute in Ihrem Kalender vor!

Aus folgenden Angeboten können Sie individuell wählen:

  • 1-jähriges Zertifikatsstudium „Betriebliches Gesundheitsmanagement“
  • 2-jähriger Masterstudiengang „Workplace Health Management“(M.A.)
  • 5-tägiger Einführungskurs „Betriebliches Gesundheitsmanagement. Grundlagen und Umsetzung im Unternehmen“
Zusätzlich möchten wir Sie auf folgende, noch in 2012 buchbare, Angebote hinweisen:

Skill-Training „Moderationskompetenz für Betriebliche Gesundheitsmanager-/innen“ (letzte Restplätze!)
In diesem 2-tägigen Training lernen Sie praxisorientiert, verschiedene Moderationssituationen im Kontext des Betrieblichen Gesundheitsmanagements kompetent und zielorientiert zu moderieren.
Termin: 21. bis 22. September 2012
Veranstaltungsort: Universität Bielefeld Mehr

Praxistraining „Betriebliches Gesundheitsmanagement“: In diesem 1-tägigen Training erhalten Sie einen kompakten Überblick zu Theorie und Praxis eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Termin: 6. November 2012
Veranstaltungsort: Köln. Mehr

 

 

Veranstaltungen

Tagung
Restrukturierung und Gesundheit - Aktuelle Forschungsfragen und Erkenntnisse

Termin: Donnerstag, 20. September 2012
Veranstalter: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und Landesinstitut für
Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW)
Veranstaltungsort: Historische Stadthalle Wuppertal
Kontakt: Seniha Ergül, Tel.: 0211/3101 1114, E-Mail: seniha.erguel@lia.nrw.de
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Tagung
Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt: Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz, Rehabilitation und Psychotherapie

Termin: Donnerstag, 20. bis Freitag, 21. September 2012
Veranstalter: Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG)
Veranstaltungsort: DGUV Congress, Tagungszentrum der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Dresden
Kontakt: Anja Köhler, Tel.: 0351/457-1612, E-Mail: anja.koehler@dguv.de
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Kongress
DER DEMOGRAFIEKONGRESS - Zukunftsforum Langes Leben 2012

Termin: Donnerstag, 20. bis Freitag, 21. September 2012
Veranstalter: WISO S. E. Consulting GmbH
Veranstaltungsort: BERLIN Hotel InterContinental
Kontakt: Claudia Holzweißig, Tel.: 03643/2468-123, E-Mail: office@der-demografiekongress.de
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Fachtagung
Betriebliches Gesundheitsmanagement: „Führungskräfte – zentrale Zielgruppe im BGM“

Termin: Dienstag, 30. Oktober 2012 – Achtung: Ausgebucht!
Veranstalter: Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW)
Veranstaltungsort: Stadthalle Bielefeld
Kontakt: Dr. Uta Walter, Tel.: 0521/1064362, E-Mail: uta.walter@uni-bielefeld.de
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Fachtagung
5. Fachtagung „Unternehmen in Bewegung - Sport, Gesundheit, Arbeit“

Termin: Freitag, 5. bis Samstag, 6. Dezember 2012
Veranstalter: Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG)
Veranstaltungsort: DGUV Congress, Tagungszentrum der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Dresden
Kontakt: Anja Köhler, Tel.: 0351/457-1612, E-Mail: anja.koehler@dguv.de
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Tagung
Zukunft Prävention: Alter(n) - was geht? Länger gesund im Job

Termin: Mittwoch, 10. Oktober 2012
Veranstalter: Kneipp-Bund e.V., Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland e.V. (DAMiD), BARMER GEK
Veranstaltungsort: Auditorium Friedrichstraße, Berlin
Kontakt: Tel.: 030/230 809 601, E-Mail: info@zukunft-praevention.de
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Tagung
20. Wettbewerbsvorteil Gesundheit. Gesundheit, Arbeit, Leben. Gesunde Balance in der Arbeitswelt von morgen.

Termin: Montag, 19. bis Dienstag, 20. November 2012
Veranstalter: BKK Bundesverband
Veranstaltungsort: Tagungszentrum Hotel Aquino in Berlin
Kontakt: Claudia Kronenberg, Tel.: 0201/56596-43, E-Mail: kronenberg@teamgesundheit.de
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Publikationen

Gigerenzer, G., Gaissmaier, W. (2012):
Intuition und Führung. Wie gute Entscheidungen entstehen. Bertelsmann-Stiftung (Hrsg.): Gütersloh.

Entscheidungen von Führungskräften sind ohne Intuition und das Wissen, wie sie funktioniert, schwer möglich. Intuition ist gefühltes, durch Erfahrung gewachsenes Wissen und kann schwer in Worte gefasst werden. Erfolgreiche Führungskräfte nutzen Intuition und Verstand. Diese und weitere Aspekte werden in der vorliegenden Publikation anhand diverser Untersuchungen diskutiert. Daraus ergeben sich interessante und wichtige Schlüsse für die Erforschung von Führungsverhalten.
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European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions (Eurofound) (2012):
2011 Yearbook. Living and working in Europe. Publications Office of the European Union: Luxembourg.

Für einige Länder der Europäischen Union hat sich der ökonomische Status im Jahr 2011 verbessert. Doch die Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen ist weiterhin groß. Das Jahrbuch beschreibt die Entwicklungen in europäischen Ländern, die das (Arbeits-)Leben der Bürger beeinflussen.
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Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) (2012):
Statusbericht 5. Dokumentation der Statuskonferenz 2011 „Gesundheit im Betrieb – Risiken vermeiden und Ressourcen stärken“. BVPG: Bonn.

Der Statusbericht 5 zeigt, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Betrieblicher Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz möglich ist, macht aber auch deutlich, wo derzeit noch Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden sind. In den Podiumsdiskussionen der dokumentierten Statuskonferenz BGF zeigten alle involvierten Akteure hohe Kooperationsbereitschaft. Einigkeit herrscht darüber, dass Arbeitsschutz und Betriebliche Gesundheitsförderung eng miteinander verwoben sein müssen.
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Weitere Infos

Erreichbarkeit von Beschäftigten verantwortlich regeln:
Audio-Pressestatement von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, Stand: 12.06.2012

Durch moderne Techniken und Medien wird eine ständige Erreichbarkeit von Arbeitnehmern ermöglicht. Arbeitgeber müssen zum Schutz ihrer Mitarbeiter dafür Sorge tragen, dass diese verlässlich Erholungszeiten nutzen, um abschalten zu können. Nur durch klare Regelungen zur Kommunikationskultur kann ein psychischer Arbeitsschutz gewährleistet werden.
Das gesamte Audio-Pressestatement können Sie hier herunterladen.


Erste Ergebnisse aus der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS):
4,2% der Befragten leiden unter Burnout und 26,5% haben Schlafstörungen

Die für Gesamtdeutschland repräsentative Studie des Robert Koch-Instituts dokumentiert umfassende Gesundheitsdaten in Deutschland lebender Erwachsenen. Durch die Längsschnittstudie wird eine Datengrundlage geschaffen, die eine kontinuierliche Gesundheitsberichterstattung in Deutschland ermöglicht. Die ersten Ergebnisse zum Themenkomplex psychische Gesundheit in der erwachsenen Bevölkerung bestätigt dessen hohe Public-Health Relevanz.
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Aktuelle Bundestagsanfrage:
Geschlechterperspektive für die betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung erreicht eher männliche Arbeitnehmer als weibliche. Die kleine Bundestagsanfrage hinterfragt die Initiative der Bundesregierung hinsichtlich der stärkeren Einbindung der Geschlechterperspektive in der Arbeitswelt.
Die gesamte Bundestagsanfrage können Sie hier herunterladen.


Tagungs-Dokumentation erschienen:
„Lebensphase Alter gestalten - gesund und aktiv älter werden“

Aktives und gesundes Altern stand im Mittelpunkt der Tagung, in deren Verlauf Projekte der Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung (KNP) und Ergebnisse der BZgA-Regionalkonferenzen zum gesunden Altern vorgestellt wurden. Dabei wurde vermehrt die zentrale Bedeutung der Verknüpfung von Praxis und Wissenschaft beleuchtet. Chancen und Grenzen von Prävention und Gesundheitsförderung für ältere Menschen wurden ebenso diskutiert, wie die Übertragbarkeit der vorgestellten Ergebnisse auf andere Handlungsfelder.
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Kontakt und Impressum

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung
an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW)
„Betriebliches Gesundheitsmanagement“
Dr. Uta Walter, Leiterin der Geschäftsstelle
Postfach 100131
33501 Bielefeld
Tel.: 0521 106-4362
Fax: 0521 106-2985
E-Mail: uta.walter@uni-bielefeld.de
Internet: www.bgm-bielefeld.de