Betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Bielefeld
Betriebliches Gesund­heits­management an der Universität Bielefeld

BGM-Newsletter 2017 / 1

28.2.2017

Vorankündigung:

Badura B (2017) Arbeit und Gesundheit im 21. Jahrhundert. Mitarbeiterbindung durch Kulturentwicklung.

Die Anfang März erscheinende Buchpublikation liefert Ergebnisse langjähriger Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zu Arbeit und Gesundheit. Die Befunde belegen, dass in einer Kopfarbeitergesellschaft die psychische Gesundheit als besonders wertvoll aber auch als besonders gefährdet erachtet werden sollte. Investitionen in Gesundheit sollten sich auf Schutz und Förderung der Anwesenden und nicht auf Fehlzeitenbekämpfung konzentrieren. Die Ergebnisse sprechen ferner dafür, dass Führung durch Kultur und Selbstorganisation zukünftig deutlich an Bedeutung gewinnen, Führung durch Hierarchie und Fremdorganisation dagegen an Bedeutung verlieren wird.

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Psychische Belastungen werden nur von jedem vierten Unternehmen analysiert
(Dezember 2016)

Dieses Ergebnis geht aus der aktuellen WSI-Betriebsrätebefragung der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Die rund 2.000 befragten Betriebsräte sehen einen enormen Handlungsbedarf in den Unternehmen aufgrund zunehmender gesundheitlicher Beschwerden durch psychische Fehlbelastungen. Als Ursachen hierfür werden vor allem Zeit- und Leistungsdruck sowie Arbeitsverdichtung angegeben, resultierend aus Umstrukturierungen und Personalabbau. Auch Modelle indirekter Leistungssteuerung, wie Vertrauensarbeitszeit und Zielvereinbarungen wirken sich aus Sicht der Betriebsräte negativ auf die psychische Gesundheit aus. Wesentliche Mängel weist aus ihrer Sicht derzeit der Arbeits- und Gesundheitsschutz auf. Dieser werde bislang nur als technische Angelegenheit behandelt und weniger für Gesundheitsprävention eingesetzt. Für psychische Belastungen sehe sich der Arbeits- und Gesundheitsschutz (noch) nicht zuständig. Dabei sei das im Arbeitsschutzgesetz verankerte Instrument der Gefährdungsbeurteilung besonders erfolgversprechend in Bezug auf die Beseitigung der Ursachen psychischer Fehlbelastungen.
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DGB-Index Gute Arbeit: Bei 82 Prozent der Beschäftigten in Deutschland nimmt die Digitalisierung Einfluss auf die Arbeit
(Dezember 2016)

Eine Repräsentativumfrage zum DGB-Index Gute Arbeit 2016 mit knapp 10.000 Befragten macht die Auswirkungen von Digitalisierungsprozessen auf die Qualität der Arbeitsbedingungen deutlich. 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland sehen sich in hohem bis sehr hohem Maße von Digitalisierungsprozessen betroffen. Dabei sind es offenbar vor allem die Arbeitsmenge sowie die gleichzeitig zu bewältigenden Aufgaben, die durch die Digitalisierung zunehmen. Aber auch eine stärkere Überwachung der Arbeitsvorgänge und Leistungskontrolle nehmen die Beschäftigten durch die Digitalisierung wahr. Eine Veränderung der Work-Life-Balance spüren hingegen nur 14 Prozent der von Digitalisierung Betroffenen. Weitaus schlechter werden die Beteiligungsmöglichkeiten an den Digitalisierungsprozessen, die die eigene Arbeit unmittelbar betreffen, bewertet. 74 Prozent haben keinerlei Einfluss auf den Einsatz digitaler Technik am Arbeitsplatz.
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INQA-Audit Zukunftsfähige Unternehmenskultur: Jetzt anmelden

Das aktuelle Audit unterstützt Unternehmen, insbesondere in Zeiten der Digitalisierung und des demografischen Wandels, diese Herausforderungen zu meistern und eine zukunftsfähige und mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur zu schaffen und weiterzuentwickeln. Lösungsansätze sind auf vier Handlungsfelder ausgerichtet: Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz.
Nach erfolgreicher Durchführung erhalten die Unternehmen eine Urkunde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Bertelsmann Stiftung sowie eine Plakette, mit der sie für eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur werben können. Dieses steigert die Arbeitgeberattraktivität und hilft qualifiziertes Fachpersonal zu binden sowie auch neues Personal zu gewinnen. Seit November 2016 können sich interessierte Unternehmen für das INQA-Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ auf der Audit-Website anmelden.
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Am 27. Februar 2017 sind unsere berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengänge erneut erfolgreich gestartet: das 1-jährige Studium „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ mit Zertifikatsabschluss und der 2-jährige Masterstudiengang „Workplace Health Management“ mit dem Abschluss „Master of Arts“. Insgesamt 23 Fach- und Führungskräfte aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst nehmen an den Programmen teil.

Alle Informationen zu unseren berufsbegleitenden Weiterbildungsprogrammen erhalten Sie im Internet unter www.bgm-bielefeld.de.

Info-Broschüren und Bewerbungsformulare können kostenlos auch per E-Mail unter bgm@uni-bielefeld.de bestellt werden.

Sie haben Interesse an 1-3-tägigen Praxistrainings?

Wir bieten Ihnen über das Jahr verteilt Kompaktseminare- und trainings zu verschiedenen BGM-spezifischen Praxisthemen:

  • Gesundheitscoaching
    Termin: 28. - 29. März 2017
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement – Baustein des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
    Termin: 03. Mai 2017
  • Führungskultur und Gesundheit
    Termin: 29. - 30. Mai 2017
  • Moderationskompetenz für Betriebliche Gesundheitsmanager/-innen
    Termin: 06. - 07. Oktober 2017
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement – Strukturen und Prozesse optimieren und in die Praxis integrieren
    Termin: 24. Oktober 2017
  • Qualitätsstandards und Kennzahlen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement
    Termin: 06. - 08. November 2017

 

Vorankündigung Bielefelder BGM-Fachtagung 2017
Aufgrund des großen Interesses an der alljährlichen Bielefelder BGM-Fachtagung möchten wir Sie rechtzeitig auf den diesjährigen Tagungs-Termin hinweisen, damit Sie sich das Datum bereits heute in Ihrem Kalender vormerken können:

Termin: Donnerstag, 23. November 2017

Veranstalter: Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW)
Veranstaltungsort: Ravensberger Spinnerei, Bielefeld
Kontakt: Dr. Uta Walter, Tel.: 0521/106-4362, E-Mail: bgm@uni-bielefeld.de

Weitere Informationen erhalten Sie im nächsten Newsletter (2. Quartal 2017).
Das offizielle Programm zur BGM-Fachtagung 2017 erscheint Anfang Juli 2017.


Tagung und anschließendes Seminar
Jahreskonferenz WAI-Netzwerk: Arbeitsfähigkeit 4.0 – Arbeitsfähig in die Zukunft

Termin: 07. - 10. März 2017
Veranstalter: Institut für Arbeitsfähigkeit
Veranstaltungsort: BAuA, Nöldnerstraße 40, 10317 Berlin
Kontakt: Tagungsteam, Tel.: 06131/6039840, E-Mail: gutentag@arbeitsfaehig.com
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22. Kongress Armut und Gesundheit:
„Gesundheit solidarisch gestalten“

Termin: 16. - 17. März 2017
Veranstalter: Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Veranstaltungsort: Technische Universität Berlin
Kontakt: Kongressteam, Tel.: 030/44319073, E-Mail: kongress@gesundheitbb.de
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7. Fachmesse für Personalmanagement
„PERSONAL2016 Nord“

Termin: 25. - 26. April 2017
Veranstalter: spring Messe Management GmbH
Veranstaltungsort: Hamburg Messe und Congress, Halle A4
Kontakt: Projektteam, Tel.: 0621/70019-0, E-Mail: info@hamburg.personal-messe.de
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7. Europäische Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie
„Corporate Health Convention 2017“

Termin: 09. - 10. Mai 2017
Veranstalter: spring Messe Management GmbH
Veranstaltungsort: Landesmesse Stuttgart GmbH, Halle 1
Kontakt: Projektteam, Tel.: 0621/70019-0, E-Mail: info@corporate-health-convention.de
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Health on Top - Der SKOLAMED BGM-Kongress
„Arbeit 4.0 – Antworten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements“

Termin: 31. Mai 2017
Veranstalter: SKOLAMED
Veranstaltungsort: Rheinhotel Dreesen in Bonn
Kontakt: Malte Klemusch, Tel.: 02223 2983 - 210, E-Mail: klemusch@skolamed.de
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Vorankündigung:

Badura, B (Hrsg.) (2017):
Arbeit und Gesundheit im 21. Jahrhundert. Mitarbeiterbindung durch Kulturentwicklung. Springer-Verlag: Berlin, Heidelberg.

Das Buch beschäftigt sich mit der Bedeutung der Gesundheit für die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit, mit dem Strukturwandel der Arbeitswelt und mit seinen Konsequenzen für Führung und Wohlbefinden.
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Spilker, M (Hrsg.) (2016):
Am Puls des Erfolgs. 10 Gebote für eine wertvolle Unternehmenskultur. Haufe Lexware GmbH & Co. KG: Freiburg.

In dieses Buch sind die langjährigen Erfahrungen der Experten des "Kompetenzzentrum für Führung und Unternehmenskultur" der Bertelsmann Stiftung und deren Netzwerk- und Analysearbeit mit Unternehmen eingeflossen. Aus Sicht der Autoren ist in einer sich gravierend veränderten Arbeitswelt und Unternehmenslandschaft, in der Hierarchien und Machtgefüge immer mehr an Bedeutung verlieren, eine moderne Arbeits- und Führungskultur wichtiger denn je und die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmenskultur.
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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (Hrsg.) (2016):
Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung – Grundlagen und Handlungswissen für die Praxis. Dortmund

Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung ist in Zeiten des demografischen Wandels und der Anhebung des Rentenalters von besonderer Relevanz. Unternehmen sollten sich der Herausforderung annehmen, Rahmenbedingungen für eine längere Lebensarbeitszeit zu schaffen, um die entsprechende Zielgruppe möglichst lange gesund und leistungsfähig im Unternehmen zu halten. An diesem Punkt setzt die neue BAuA-Broschüre an. Sie zeigt systematisch und praxisnah den aktuellen Forschungsstand auf und informiert über verschiedene Möglichkeiten der alterns- und altersgerechten Arbeitsgestaltung.
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Jahreskonferenz WAI-Netzwerk: Arbeitsfähigkeit 4.0 - Arbeitsfähig in die Zukunft

„Arbeitsfähigkeit 4.0 - Arbeitsfähig in die Zukunft“ lautet das Thema der diesjährigen Jahreskonferenz des WAI-Netzwerkes mit anschließendem Seminar. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung des WAI und des Arbeitsfähigkeitskonzeptes. Neue theoretische Erkenntnisse und aktuelle praktische Beispiele rund um das Thema „Arbeit 4.0“ liefern die Impulse, die gemeinsam für die Praxis der Teilnehmenden diskutiert werden.
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