1. BGM-Newsletter (21.10.2011)

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Top-Thema

Fachtagung in Bielefeld: Die erschöpfte Organisation - Tagungsergebnisse

(Dienstag, 18. Oktober 2011 an der Universität Bielefeld)

Die diesjährige Bielefelder BGM-Fachtagung zum Thema „Die erschöpfte Organisation“ stieß in Fachkreisen auf große Resonanz: 160 Experten und Führungskräfte aus der deutschen Wirtschaft diskutierten die hochaktuelle Problematik psychischer Erschöpfung und ihre Folgen für Beschäftigte und Unternehmen. Mehr als 20 Prozent der Beschäftigten klagen mittlerweile über psychische Gesundheitsprobleme. Die Folgekosten für Unternehmen und den Wirtschaftsstandort sind immens.

Was aber tun, wenn nicht mehr nur Einzelne ausbrennen, sondern ganze Teams oder Abteilungen von einem kollektiven Burnout bedroht sind? Reicht es hier aus, nur den jeweils Betroffenen zu helfen, oder muss nicht Burnout vor allem als eine Organisationspathologie begriffen werden, deren Ursachen in der Gesellschaft und im betrieblichen Kontext zu suchen sind? Und wie lässt sich ein organisationaler Burnout messen und wirksam bekämpfen? Diese und weitere Fragen standen im Fokus der eintägigen Veranstaltung. Alle Ergebnisse der Tagung finden Sie hier.

 

Neues aus Forschung und Praxis

Blume, A.; Walter, U.; Bellmann, R.; Wellmann, H.: Untersuchung des Kompetenz- und Strategiebedarfs von Betriebs- und Personalräten in der betrieblichen Gesundheitspolitik
(Laufzeit: 15. Januar 2009 bis 14. April 2010)

Ziel des Projekts: Aktivierung der betrieblichen Gesundheitspolitik in Unternehmen und Dienstleistungsorganisationen durch Kompetenzstärkung der betrieblichen Interessenvertretungen. Vor diesem Hintergrund wurden wahrnehmbare Handlungshemmnisse in der betrieblichen Gesundheitsarbeit analysiert, Entwicklungsbedarfe ermittelt und Empfehlungen für praxistaugliche Lösungsansätze formuliert. Das Buch zum Projekt erscheint im Herbst 2011 im Sigma-Verlag unter dem Titel „Betriebliche Gesundheitspolitik – eine Chance für die Mitbestimmung. Potenziale, Hemmnisse und Unterstützungsmöglichkeiten.
Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung, Projektträger: BIT e.V., Bochum und ZWW e.V., Bielefeld
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Steinke, M.; Badura, B.: Präsentismus. Ein Review zum Stand der Forschung
(1. Auflage 2011)

Der Bericht fasst den Stand der Forschung zum aktuellen Thema Präsentismus zusammen. Im Jahr 2010 wurde dazu eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt und es konnten insgesamt 285 Studien in den Bericht eingebunden werden. Folgende Themenbereiche werden im Bericht behandelt: Konzeptionelle Grundlagen, Messung, Ursachen, gesundheitliche Folgen und Kosten von Präsentismus.

Die Studie wurde an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld durchgeführt und gefördert durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
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ergo-stahl: Alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung in der Eisen- und Stahlindustrie
(Laufzeit: November 2010 bis November 2013)

Ziel des Projekts: Begleitung mittelständischer Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie bei der Entwicklung einer demografiefesten Unternehmensstrategie. Dazu werden in fünf Unternehmen Maßnahmen zur alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung, zur Qualifizierung der Fachkräfte, zur Optimierung der Führungskompetenz und der Unternehmenskultur sowie zur Gesundheitsförderung umgesetzt und evaluiert. Projektpartner: BIT e.V., Bochum und ISO-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V., Saarbrücken. Gefördert durch das BMAS im Rahmen von INQA, fachlich begleitet von der BAuA, Projektträger: gsub.
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Qualifizierung

Im Jahr 2012 werden an der Universität Bielefeld erneut verschiedene berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement angeboten. Die neue Kursbroschüre 2012 zu allen Angeboten können Sie hier direkt herunterladen. Wählen können Sie ganz nach individuellem Bedarf zwischen folgenden Angeboten:

  • Einjähriges Studium mit Zertifikat (Abschluss: „Betrieblichen Gesundheitsmanager/in“): Beginn: 27. Februar 2012. Mehr
  • Zweijähriger Masterstudiengang (Abschluss: „Master of Workplace Health Management“). Beginn: 27. Februar 2012. Mehr
  • Dreimonatige Module: „Grundlagen im BGM“, „Managementkompetenzen im BGM“, „Controlling im BGM“. Mehr

Außerdem im Angebot:

Kompaktkurs „Betriebliches Gesundheitsmanagement“: Dieser 5-tägige Kurs ermöglicht Ihnen eine effiziente Weiterbildung, verbunden mit vielen Praxistipps und Umsetzungshilfen.
Termin: 27. Februar bis 02. März 2012. Mehr

Praxistraining Betriebliches Gesundheitsmanagement: In diesem 1-tägigen Training erhalten Sie einen kompakten Überblick zu Theorie und Praxis eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Termine: 14. Februar 2012; 6. November 2012. Veranstaltungsort: Köln. (Vorabübersicht zum Download)

 

Veranstaltungen

Tagung
Expertentagung: "Darüber spricht man nicht ... Umgang mit psychosozialen Belastungen“
Donnerstag, 10. November bis Freitag, 11. November 2011
Veranstalter: BAD GmbH
Ort: Lindner Park Hotel Hagenbeck in Hamburg
Kontakt: Svenja Huefnagels, Tel.: 0228/40072950, E-Mail: inform@bad-gmbh.de
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Tagung
Wettbewerbsvorteil Gesundheit "Nur so geht es: Koordiniert und gemeinsam zur Gesundheitskultur"
Dienstag, 29. November bis Mittwoch, 30. November 2011
Veranstalter: BKK Bundesverband
Ort: Maternushaus Köln
Kontakt: Sahra Paas, Tel.: 0201/5659654, E-Mail: paas@teamgesundheit.de
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Seminar
Gesundheitserhaltende und -fördernde Arbeitsgestaltung im Unternehmen
Montag, 05. Dezember bis Dienstag, 06. Dezember 2011
Veranstalter: DGB Bildungswerk e.V.
Ort: DGB Tagungszentrum Düsseldorf
Kontakt: Karin Berstl, Tel.: 0211/4301318, E-Mail: karin.berstl@dgb-bildungswerk.de
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Kongress
17. Kongress Armut und Gesundheit – Prävention wirkt!
Freitag, 9. März bis Samstag, 10. März 2012
Veranstalter: Gesundheit Berlin-Brandenburg und Partner
Ort: Technische Universität Berlin
Kontakt: Kongressteam, Tel.: 030/44319073, EMail: kongress@gesundheitberlin.de
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Fachmesse
Corporate Health Convention – 3. Europäische Fachmesse für Betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie
Dienstag, 24. April bis Mittwoch, 25. April 2012
Veranstalter: spring Messe Management GmbH Co. KG
Ort: Landesmesse Stuttgart, Halle 7
Kontakt: Simone Jenson, Tel.: 0621/7001960, E-Mail: s.jenson@messe.org
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Publikationen

Badura, B.; Ducki, A.; Schröder, H.; Klose, J.; Macco, K. (Hrsg.) (2011):
Fehlzeiten-Report 2011: Führung und Gesundheit. Springer: Berlin / Heidelberg.

Der diesjährige Fehlzeiten-Report beleuchtet das Thema „Führung und Gesundheit“ aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Neben personalpolitischen Ansätzen in Unternehmen werden die Rollen von Mitarbeitern und Führungskräften sowie konkrete evaluierte Maßnahmen vorgestellt. Zudem enthält der Report aktuelle Daten zu den krankheitsbedingten Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft.
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Badura, B.; Steinke, M. (Hrsg.) (2011):
Die erschöpfte Arbeitswelt. Durch eine Kultur der Achtsamkeit zu mehr Energie, Kreativität, Wohlbefinden und Erfolg! Verlag Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Gütersloh.

Psychische Gesundheitsprobleme stellen in vielen Unternehmen noch immer ein Tabuthema dar. Die Autoren plädieren an dieser Stelle für ein klares Umdenken und schlagen die Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit für Gesundheit vor. Wie eine solche Kultur der Achtsamkeit in der Praxis entwickelt werden kann, wird konkret beschrieben und anhand eines Unternehmensbeispiels veranschaulicht.
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Beck, D. (2011):
Zeitgemäße Gesundheitspolitik in Kleinst- und Kleinbetrieben. Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 132. edition sigma: Berlin.

Der Autor setzt sich mit den hemmenden und fördernden Bedingungen für die Gesundheitspolitik speziell in Kleinbetrieben auseinander. Dabei arbeitet er den aktuellen Stand der Forschung auf und verdeutlicht anhand einer empirischen Untersuchung die spezifischen Herausforderungen kleinerer Betriebe.
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Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) (2011a):
Lebenswerte Arbeitswelten. Das Personalkonzept "work-life-competence". Verlag Bertelsmann Stiftung: Gütersloh.

Anhand sieben konkreter Unternehmensbeispiele aus unterschiedlichen Branchen wird ein Einblick in die Umsetzung von work-life-competence gegeben. Die Beispiele sollen Anregungen für die Umsetzung von konkreten Maßnahmen im eigenen Unternehmen geben.
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Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) (2011b):
Stress, psychische Belastung, Burnout. Handeln, bevor der Job krank macht. Hörbuch. Verlag Bertelsmann Stiftung: Gütersloh.

Stress, Burnout, psychische Belastungen: Was sind die Auslöser und was kann man tun, um die Burnoutspirale zu stoppen. Ein neues Hörbuch und zwei Leitfäden geben nützliche Hinweise.
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Steinke, M.; Badura, B. (2011):
Präsentismus. Ein Review zum Stand der Forschung. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Hrsg.): Dortmund / Berlin / Dresden.

Die Autoren liefern einen klar strukturierten Überblick zum aktuellen Thema Präsentismus. Im Fokus des Reviews stehen die konzeptionellen Grundlagen, Messinstrumente, Ursachen, Folgen und Kosten von Präsentismus.
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Uhle, T.; Treier, M. (2011):
Betriebliches Gesundheitsmanagement. Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt – Mitarbeiter einbinden, Prozesse gestalten, Erfolge messen. Springer: Berlin / Heidelberg.

Ein praxisnahes Buch zum Thema betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung. Den beiden Psychologen geht es dabei in erster Linie um die Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz, orientiert am ganzheitlichen Gesundheitsbegriff der WHO.
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Weitere Infos

SCOHS – der Standard für ein zertifizierbares Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Gesundheit im Unternehmen ist ein stark unterschätzter Erfolgsfaktor, denn das Wohlbefinden der Mitarbeiter wirkt sich positiv auf das Betriebsergebnis aus. Der neue Standard SCOHS setzt genau hier an: Er macht die Qualität von Unternehmenskultur und Zusammenarbeit aller Beschäftigten messbar und damit für das Unternehmen steuerbar. Mehr

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit, Berlin, 12. Oktober 2011
Runder Tisch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Gesundheitswesen - erste konkrete Erfolge liegen vor

„Auf Einladung der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Annette Widmann-Mauz (MdB) sind gestern zum dritten Mal Vertreterinnen und Vertreter der Krankenhäuser, der Ärzteschaft einschließlich des Deutschen Ärztinnenbundes, der Pflegenden und der Pflegeeinrichtungen, der medizinischen Fachberufe, der Gewerkschaften, der Länder und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen zum Runden Tisch „Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Gesundheitswesen“ zusammengekommen. Ziel des Runden Tisches ist es, Vorschläge zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Gesundheitswesen zu erarbeiten.“

Die gesamte Pressemitteilung können Sie hier einsehen

Financial Times Deutschland 20.09.2011 von Ilse Schlingensiepen
Die Firma gibt, was die Krankenkasse nicht zahlt.

„Arbeitgeber, die auf Anreize wie einen Firmenwagen setzen, müssen umdenken: Für viele Angestellte und Arbeiter ist es attraktiver, wenn ihnen das Unternehmen ermöglicht, beim Arzt wie ein Privatpatient behandelt zu werden. 59 Prozent der Arbeitnehmer, die gesetzlich versichert sind, finden eine vom Arbeitgeber finanzierte Zusatzpolice wichtig, nur 30 Prozent einen Dienstwagen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der AXA.
Während die betriebliche Altersversorgung gerade durch die politische Förderung eine feste Größe geworden ist, fristet die betriebliche Krankenversicherung noch ein Schattendasein. Nur eine Minderheit der Unternehmen bietet Mitarbeitern eine Aufstockung der Krankenversicherung an.“

Den gesamten Artikel können Sie hier einsehen.

 

Kontakt und Impressum

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung
an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW)
„Betriebliches Gesundheitsmanagement“
Dr. Uta Walter, Leiterin der Geschäftsstelle
Postfach 100131
33501 Bielefeld
Tel.: 0521 106-4362
Fax: 0521 106-2985
E-Mail: uta.walter@uni-bielefeld.de
Internet: www.bgm-bielefeld.de