BGM-Newsletter 2012/1 (15.2.2012)

Übersicht

Top-Thema
Neues aus Forschung und Praxis
Qualifizierung
Aktuelle Veranstaltungen
Publikationen
Weitere Infos
Kontakt und Impressum

 

Top-Thema

DIN-Verfahren zur Zertifizierung von BGM in Vorbereitung

Mit der mittlerweile stark zunehmenden Nachfrage nach Betrieblichem Gesundheitsmanagement steigt auch das Angebot entsprechender Beratungsleistungen. Damit stellt sich aber auch das Problem der Qualität sowie seiner Sicherung und Weiterentwicklung.

In den zurückliegenden Monaten sind von verschiedenen Seiten Vorschläge zur Definition, Dokumentation und Auditierung Betrieblicher Gesundheitsmanagementsysteme gemacht worden, z.B. vom TÜV-Nord, vom BAD und seitens der Wissenschaft (SCOHS). Diese gesamte Entwicklung veranlasste in 2011 die DIN-Organisation, selbst tätig zu werden und eine sog. DIN-SPEC nach dem PAS-Verfahren zur Erarbeitung einer Norm in Gang zu setzen.

Seit Ende 2011 ist eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines entsprechenden Vorschlages befasst. Mit dem Abschluss ihrer Arbeit ist in den kommenden zwei Monaten zu rechnen.
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Neues aus Forschung und Praxis

Badura, B., Rixgens, P. (2012): Zur Organisationsdiagnose psychischen Befindens in der Arbeitswelt.
(Online publiziert: 30. Januar 2012)

Die empirischen Befunde einer Forschungsstudie in 10 verschiedenen Unternehmen zeigen, dass etwa 20% der Beschäftigten über ein schlechtes psychisches Befinden verfügen. Zu den Betroffenen gehören vor allem Frauen ohne Leitungsfunktion aus dem Dienstleistungsbereich. Die Befunde zeigen auch, dass das Sozialkapital der Unternehmen einen großen Einfluss auf die seelische Gesundheit der Beschäftigten nimmt.
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Handwerk FIT: Den demografischen Wandel im Handwerk erfolgreich gestalten
(Laufzeit: März 2011 bis März 2013)

Ziel des Projektes: Auf Basis von Situationsanalysen in Handwerksbetrieben werden betriebliche Maßnahmen zur gesunden und alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung umgesetzt und der Projekterfolg durch eine erneute Analyse evaluiert. Am Projekt nehmen bis zu 40 Handwerksbetriebe, überwiegend aus dem Metall- und Holzbereich, teil. Projektpartner: Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung e.V. (BIT e.V.) und IKK classic.
Gefördert durch Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), fachlich begleitet von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Projektträger: Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub).
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Gesunde Arbeit
(Abschlussbericht: Dezember 2011)

Ziel des Projektes war die Schaffung eines regionalen Lotsendienstes für kleine und mittelständige Unternehmen, welcher unabhängig und trägerübergreifend alle Bedarfe betrieblicher Gesundheit abdeckt. Zu diesem Zweck wurden „Regionalstellen Gesunde Arbeit“ zur Verbesserung der betrieblichen Gesundheitssituation eingerichtet. Die Laufzeit des Projektes belief sich auf Oktober 2010 bis Februar 2011. Gefördert wurde es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Die Regionalstellen wurden zudem durch Eigenmittel ihrer jeweiligen Projektträger/Kooperationspartner unterstützt.
Projektleitung: iqpr (Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH an der Deutschen Sporthochschule Köln).
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Qualifizierung

Am 27. Februar 2012 beginnen an der Universität Bielefeld die neuen Kurse der berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Aufgrund der großen Nachfrage sind fast alle Kurse bereits ausgebucht.

Anmelden können Sie sich derzeit noch für folgendes Training:

Skill-Training „Moderationskompetenz für Betriebliche Gesundheitsmanager-/innen“
Termin: 21. bis 22. September 2012
Veranstaltungsort: Universität Bielefeld
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Wenn Sie an einem Studienbeginn noch in 2012 interessiert sind, sich bereits für 2013 vormerken lassen möchten oder sich ganz einfach über unsere Angebote näher informieren möchten, nehmen Sie bitte mit uns persönlich Kontakt auf.
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Zusätzlich möchten wir Sie auf folgendes Angebot hinweisen:

Praxistraining „Betriebliches Gesundheitsmanagement“: In diesem 1-tägigen Training erhalten Sie einen kompakten Überblick zu Theorie und Praxis eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Termin: 6. November 2012. Veranstaltungsort: Köln
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Veranstaltungen

Vorankündigung Bielefelder BGM-Fachtagung 2012
Aufgrund des sehr großen Interesses an der Bielefelder BGM-Fachtagung am 18.10.2011 möchten wir Sie rechtzeitig auf den diesjährigen Tagungs-Termin hinweisen, damit Sie sich das Datum bereits heute in Ihrem Kalender vormerken können:

Dienstag, 30. Oktober 2012
Veranstalter: Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW)
Veranstaltungsort: Bielefeld
Kontakt: Dr. Uta Walter, Tel.: 0521/1064362, E-Mail: uta.walter@uni-bielefeld.de

Das offizielle Programm zur BGM-Fachtagung 2012 erscheint Anfang Juli 2012. Weiterführende Informationen werden im nächsten Newsletter (2. Quartal 2012) bekannt gegeben.

Tagung
Prävention im Wandel der Arbeitswelt. Mensch – Organisation – Technik
Donnerstag, 1. März 2012
Veranstalter: RKW Kompetenzzentrum
Veranstaltungsort: Kongresszentrum Darmstadtium, Darmstadt
Kontakt: Gabriele Gusia, Tel.: 06196/4953226, E-Mail: gusia@rkw.de
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Kongress
Health on Top: Gesundheit mit Weitblick - Einflussmöglichkeiten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Dienstag, 27. März bis Mittwoch, 28. März 2012
Veranstalter: SKOLAMED - Expertenorganisation für betriebliches und individuelles Gesundheitsmanagement
Veranstaltungsort: auf dem Petersberg in Königswinter bei Bonn
Kontakt: Tanja Soest, Tel. 02223/2983 – 211, E-Mail: soest@skolamed.de
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Tagung
Betriebliche Veränderungsprozesse im Wandel der Zeit gestalten. Lösungsorientierte Handlungsmöglichkeiten in der Praxis von Interessenvertretungen
Donnerstag, 19. April bis Freitag, 20. April 2012
Veranstalter: DGB Bildungswerk e.V.
Veranstaltungsort: Northeim, im Hotel Freigeist
Kontakt: Ludmila Eigster, 040/606706-21, E-Mail: ludmila.eigster@dgb-bildungswerk.de
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Publikationen

Badura, B., Rixgens, P. (2012):
Zur Organisationsdiagnose psychischen Befindens in der Arbeitswelt. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 55 (2): 197-204.

„Mit dem Strukturwandel der Arbeitswelt wird das psychische Befinden der Erwerbstätigen immer bedeutsamer für ihre Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Die Organisationsdiagnostik psychischen Befindens wird zu einer wichtigen Voraussetzung betrieblichen Gesundheitsmanagements. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der psychischen Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zehn verschiedenen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen“ (Badura/Rixgens 2012: 199).
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Schröder, L., Urban, Hans-Jürgen (Hrsg.) (2012):
Gute Arbeit. Ausgabe 2012 - Zeitbombe Arbeitsstress. Befunde, Strategien, Regelungsbedarf. Bund-Verlag: Frankfurt/Main.

Auch in der neuen Ausgabe von „Gesunde Arbeit“ steht der Schutz der psychischen Gesundheit der Beschäftigten im Mittelpunkt – als zentrale Aufgabe des Staates, der Gewerkschaft, der Betriebe und der überbetrieblichen Experten. Das Buch bietet dazu wissenschaftliche Daten, gewerkschaftliche und politische Strategieansätze sowie betriebliche Praxisbeispiele.
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Deutsche Gesellschaft für Personalführung (Hrsg.) (2012):
PersonalFührung Heft 1/2012. Themenschwerpunkt: Psychische Belastungen im Beruf - richtig gegensteuern.

Die erste Ausgabe 2012 der „PersonalFührung – das Fachmagazin der deutschen Gesellschaft für Personalführung“ (DGFP) – berichtet ausführlich zum Thema „Psychische Belastungen in der Arbeitswelt“. In den Beiträgen werden Daten, Zahlen und Fakten geliefert sowie praxiserprobte Ansätze vorgestellt, wie psychischen Belastungen und Burnout im betrieblichen Alltag erfolgreich begegnet werden kann.
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Zusätzlich in diesem Heft: ein Interview mit Prof. Bernhard Badura über den langen Weg zur gesunden Organisation sowie ein detaillierter Bericht zur Bielefelder BGM-Fachtagung 2011.
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Blume, A., Walter, U., Bellmann, R., Wellmann, H. (2011):
Betriebliche Gesundheitspolitik – eine Chance für die Mitbestimmung. Potenziale, Hemmnisse und Unterstützungsmöglichkeiten. Edition sigma: Berlin.

Steigende Arbeitsanforderungen müssen mit alternden Belegschaften bewältigt werden. Dies erhöht den Handlungsdruck in Richtung auf eine integrierte betriebliche Gesundheitspolitik. Vor diesem Hintergrund werden auf der Basis von Experteninterviews und zehn betrieblichen Fallstudien Potenziale und Handlungshemmnisse von Betriebsräten analysiert, der Bedarf an gesundheitspolitischen Kompetenzen ermittelt und Vorschläge für praxistaugliche Lösungen unterbreitet.
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BKK Bundesverband (Hrsg.) (2011):
BKK Gesundheitsreport 2011. Zukunft der Arbeit. BKK Bundesverband (Hrsg.): Essen.

Der aktuelle BKK Gesundheitsreport gibt einen Überblick der gesundheitlichen Lagen und des Krankheitsgeschehens BKK versicherter Arbeitnehmer. Neben der „Dynamik der Arbeitswelt“ werden in diesem Report schwerpunktmäßig auch die Themen „Arbeit und Gesundheit“ sowie „Gestaltung gesunder Arbeit“ behandelt. Ausschlaggebend für die gewählten Schwerpunktthemen sind die steigenden Anforderungen an Arbeitnehmer und die sich ausweitende längere Lebensarbeitszeit. Vor diesem Hintergrund erhalten betriebliche Gesundheitsförderungsmaßnahmen einen neuen Stellenwert.
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Bundesministerium des Inneren (BMI) (Hrsg.) (2011):
Gesundheitsförderungsbericht 2010 der unmittelbaren Bundesverwaltung. BMI (Hrsg.): Berlin.

Im letzten Quartal des Jahres 2011 wurde der Bericht des Bundesministeriums des Inneren (BMI) über die Gesundheitsförderungsaktivitäten in den Bundesbehörden vorgestellt, welcher zudem die Fehlzeiten der Beschäftigten der Bundesverwaltung thematisiert. Weiterhin wird anhand vieler konkreter Maßnahmen der einzelnen Ressorts gezeigt, wie auch zukünftig sichere und gesunde Arbeitsbedingungen gefördert werden können.
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Weitere Infos

Gesund und aktiv älter werden
Gemeinsame Pressemitteilung des BMG und der BZgA vom 24.01.2012

„Die Europäische Kommission hat das Jahr 2012 zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ ausgerufen. Im Mittelpunkt steht die demografische Entwicklung in Europa, die sowohl an das Gemeinwesen als auch an das Gesundheitswesen neue Anforderungen stellt.“

Die gesamte Pressemitteilung können Sie hier einsehen

BMG: Vorbildliche BGF-Projekte
Mehr als 120 Best Practice Beispiele zum Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF) werden, ebenso wie weitere Materialien und Informationen zu BGF, online durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) dokumentiert.
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DemografieKompass der TBS NRW: Neue Version 3.0
Mithilfe des DemografieKompasses der TBS NRW (Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e.V.) können Arbeitgeber die Qualifikation und Altersstruktur ihrer Arbeitnehmer einschätzen sowie eine detaillierte Altersstrukturanalyse vornehmen. So kann ein Überblick der betrieblichen Altersstruktur geschaffen werden, welche bei langfristigen betriebsinternen Planungen unterstützend wirkt.
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Kontakt und Impressum

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung
an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW)
„Betriebliches Gesundheitsmanagement“
Dr. Uta Walter, Leiterin der Geschäftsstelle
Postfach 100131
33501 Bielefeld
Tel.: 0521 106-4362
Fax: 0521 106-2985
E-Mail: uta.walter@uni-bielefeld.de
Internet: www.bgm-bielefeld.de