BGM-Newsletter 2013/4 (18.11.2013)

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Top-Thema
Neues aus Forschung und Praxis
Qualifizierung
Aktuelle Veranstaltungen
Publikationen
Weitere Infos
Kontakt und Impressum

 

Top-Thema

„Achtsamkeit für Vielfalt, Achtsamkeit für Gesundheit!“ Fachtagung in Bielefeld diskutiert das Thema Diversity sowie Chancen und Risiken für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Rund 150 Führungskräfte aus der deutschen Wirtschaft sowie Fachexperten und Wissenschaftler diskutierten am 17. Oktober 2013 in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld über die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im globalisierten Wettbewerb und die Herausforderungen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement.
Diversity Management, so das Ergebnis eines seit 2010 jährlich durchgeführten Benchmarks in den DAX 30-Unternehmen, zeigt eine zunehmende strukturelle Verankerung zumindest in Großunternehmen. Die vorhandenen Schnittmengen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement werden allerdings in den Unternehmen noch viel zu wenig gesehen und genutzt.
Dabei eignet sich die Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit für Gesundheit gerade unter den Bedingungen vielfältiger Belegschaften als vertrauensbildende und konsensstiftende Maßnahme.
Alle Beiträge der Tagung finden Sie hier.

 

Neues aus Forschung und Praxis

Neue Daten zum Zusammenhang von Sozialkapital, Gesundheit und Unternehmenserfolg
(September 2013)

Seit Publikation der Erstauflage von Badura et al. „Sozialkapital. Grundlagen von Gesundheit und Unternehmenserfolg“ im Jahr 2008 wurde das Instrument zur Erfassung zentraler Sozialkapitalfaktoren (Kultur, Führung, Klima) in neun weiteren Organisationen erprobt, darunter in zwei Stahlwerken, einem Automobilwerk, in zwei Krankenhäusern und einer Stadtverwaltung. Untersucht wurden ihr Einfluss auf Fehlzeiten und Produktivität, innere Kündigung, Mobbing, Qualität und Gesundheit. Die analysierten Zusammenhänge sind nicht nur für das Betriebliche Gesundheitsmanagement von Bedeutung, sondern auch für die Organisations- und Personalentwicklung insgesamt als Schritte in Richtung einer evidenzbasierten Unternehmensführung.
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Work & Age - Berufe im Demografischen Wandel
(Oktober 2013)

Vor dem Hintergrund alternder Belegschaften hat eine aktuelle Studie der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) den Zusammenhang zwischen Alterungstrends und Risiken der Fachkräfte-Verknappung in ausgewählten Berufsgruppen folgender Tätigkeitsbereiche untersucht: Fertigungsberufe, Ingenieurtechnische und naturwissenschaftliche (MINT-)Berufe, Gesundheits- und Pflegeberufe sowie Kaufmännische Berufe.
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Erwerbstätige Männer und Frauen im statistischen Vergleich
(September 2013)

Der BAuA-Bericht „Grundauswertung der BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung 2012. Männer/Frauen in Vollzeit“ liefert ergänzend zu der Grundauswertung (wir berichteten bereits im Mai 2013) geschlechterdifferenzierende Daten über Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastungen und gesundheitliche Beschwerden von 15.239 vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern in der deutschen Wirtschaft. Teilzeitbeschäftigte wurden aufgrund der deutlich unterschiedlichen Anteile zwischen beiden Geschlechtern nicht in die Auswertung mit einbezogen.
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„Dickes Fell" im Job kann vor Burn-out schützen
(August 2013)

Die Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen Belastungen kann trainiert und dadurch der Schutz vor Burn-out-Symptomen sowie psychosomatischen Beschwerden Erwerbstätiger erhöht werden – so das Ergebnis einer Expertenkommission der Bertelsmann-Stiftung und „mourlane management consultants“. Im Rahmen einer Studie zum Zusammenhang zwischen Führung, Gesundheit und Resilienz wurden mit Hilfe von Online-Fragebögen Daten von 564 Erwerbstätigen aus 121 Unternehmen erhoben und ausgewertet.
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Kein Stress mit dem Stress - Eine Handlungshilfe für Betriebs- und Personalrät
(Oktober 2013)

Die im Rahmen des Projektes „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - psyGA" entwickelte Broschüre bietet gezielt aufbereitete Informationen für Arbeitnehmervertretungen. Neben der Bereitstellung von Daten und Fakten, rechtlichen Optionen und Hinweisen zum konkreten Handeln werden auch die Grenzen der Betriebs- bzw. Personalratsarbeit in diesem Themenfeld aufgezeigt.
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INQA-Check „Personalführung"
(September 2013)

Der Check bietet vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen Handlungshilfen und die Möglichkeit einer systematischen Überprüfung der Qualität ihrer Personalführung. Entwickelt wurde der Check von der Offensive Mittelstand - Gut für Deutschland, einem eigenständigen Netzwerk unter dem Dach der INQA.
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Qualifizierung

Die Bewerbungsfrist für die berufsbegleitenden Weiterbildungsprogramme – einjähriges Zertifikatsstudium, zweijähriger Masterstudiengang (M.A.) – endet zunächst am 01. Dezember 2013. Soweit noch freie Plätze vorhanden sind, ist eine Bewerbung auch über diesen Termin hinaus möglich. Alle Informationen erhalten Sie unter www.bgm-bielefeld.de. Info-Broschüren und Bewerbungsformulare können kostenlos auch per E-Mail bestellt werden.
Beginn der neuen Kurse ist der 24. Februar 2014.

Zusätzlich möchten wir Sie auf folgende Angebote hinweisen:

  • 5-tägiger Schnupperkurs „Betriebliches Gesundheitsmanagement. Grundlagen und Umsetzung im Unternehmen“ (Termin: 24. Februar bis 28. Februar 2014). Mehr
  • Skill-Training „Moderationskompetenz für Betriebliche Gesundheitsmanager-/innen“ (Termin: 07. bis 08. November 2014). Mehr
  • Seminar „Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement“ (Termin: 04. Februar 2014).

 

Aktuelle Veranstaltungen

Gesundheitskongress NRW
„Health 3.0“

Termin: 03.- 04. Dezember 2013
Veranstalter: MCC - The Communication Company
Veranstaltungsort: Hotel und Konferenzzentrum Swissôtel Düsseldorf/Neuss
Kontakt: Kongressteam, Tel.: 024 21/121 77-0, E-Mail: mcc@mcc-seminare.de
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1. Mainzer Konferenztage
„Arbeitsfähigkeit erhalten durch Suchtprävention am Arbeitsplatz“

Termin: 09.- 10. Dezember 2013
Veranstalter: IAF – Institut für Arbeitsfähigkeit
Veranstaltungsort: Erbacher Hof, Mainz
Kontakt: Konferenzteam, Tel.: 06131/60 39 84-0, E-Mail: gutentag@arbeitsfaehig.com
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Kongress
„Armut und Gesundheit“

Termin: 13. - 14. März 2014
Veranstalter: Gesundheit Berlin-Brandenburg, sowie weiteren Partnern und Förderern
Veranstaltungsort: Technische Universität Berlin
Kontakt: Kongressteam, Tel.: 030/44 31 90 73, E-Mail: kongress@gesundheitbb.de
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Health on Top X - Der SKOLAMED Gesundheitskongress.
„Fit für die Zukunft – Leitbild Gesundheit für Personalarbeit und Betriebliches Gesundheitsmanagement“

Termin: 18. März 2014
Veranstalter: SKOLAMED
Veranstaltungsort: auf dem Petersberg in Königswinter
Kontakt: Tanja Soest, Tel.: 02223/2983-211, E-Mail: soest@skolamed.de
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Kongress
„Gesundheitskongress des Westens 2014“

Termin: 02. - 03. April 2014
Veranstalter: WISO S.E. Consulting GmbH
Veranstaltungsort: Kongresszentrum Gürzenich, Köln
Kontakt: Kongressteam, Tel.: 02234/953 22 -51, E-Mail: info@gesundheitskongress-des-westens.de
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4. Europäische Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie
„Corporate Health Convention 2014“

Termin: 08. - 09. April 2014
Veranstalter: børding Expositions SA
Veranstaltungsort: Messe Zürich, Halle 4
Kontakt: Projektteam, Tel.: +41/22 733 17 52, E-Mail: info@corporate-health-convention.ch
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XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014
„Globales Forum Prävention“

Termin: 24. - 27. August 2014
Veranstalter: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mit internationalen Partnern
Veranstaltungsort: Congress Center der Frankfurter Messe, Frankfurt am Main
Kontakt: Kongresssekretariat Tel.: 02241/231-2014, E-Mail: safety2014germany@dguv.de
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Publikationen

Badura, B., Greiner, W., Rixgens, P., Ueberle, M., Behr, M. (2013):
Sozialkapital. Grundlagen von Gesundheit und Unternehmenserfolg. 2., erweiterte Auflage. Springer-Verlag: Berlin Heidelberg.

„Die fortschreitende Globalisierung erzeugt einen permanenten Handlungsdruck. Er muss hierzulande ebenso wie in zahlreichen anderen hochentwickelten Gesellschaften mit einer älter werdenden Bevölkerung bewältigt werden. In Unternehmen erfordert dies ein Mehr an Mitarbeiterorientierung, eine Aufwertung der Personalarbeit und ein leistungsfähiges Betriebliches Gesundheitsmanagement. Das Sozialkapital verdient dabei wegen seiner Effekte auf die Gesundheit und den Unternehmenserfolg eine stärkere Beachtung.“
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Badura, B., Ducki, A., Schröder, H., Klose, J., Meyer, M. (Hrsg.) (2013):
Fehlzeiten-Report 2013: Verdammt zum Erfolg - die süchtige Arbeitsgesellschaft? Springer-Verlag: Berlin.

„Suchtprobleme durch den Konsum von Alkohol, Medikamenten, Nikotin oder illegalen Drogen spielen in der Arbeitswelt eine größere Rolle als oft angenommen. Man geht davon aus, dass bis zu 10 Prozent aller Beschäftigten Suchtmittel in missbräuchlicher Weise konsumieren – vor allem Alkohol oder Medikamente. Experten erwarten, dass auch die Bedeutung von „neuen“ Süchten wie Medien- oder Arbeitssucht deutlich zunehmen wird. Überdies werden in einer entgrenzten und flexiblen Arbeitswelt Beschäftigte zunehmend mit steigenden Leistungserwartungen konfrontiert und der Druck wächst, die geistige Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau zu halten oder sogar noch stetig zu steigern.“
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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (Hrsg.) (2014):
Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung - Erfahrungen und Empfehlungen. Erich Schmidt Verlag: Berlin.

„Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber/-innen dazu, auf der Basis einer Beurteilung der Arbeitsbedingungen erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes festzustellen, umzusetzen und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit zu kontrollieren. Bei dieser Gefährdungsbeurteilung sind auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen. Das vorliegende Fachbuch vermittelt dazu Erfahrungen und Empfehlungen, die auf der Basis eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erarbeitet wurden.“
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Weitere Infos

Gemeinsame Erklärung zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt
„Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeber( BDA) und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) haben sich auf ein gemeinsames Grundverständnis zum Umgang mit psychischer Belastung in der Arbeitswelt verständigt und in einer "Gemeinsamen Erklärung zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt" festgehalten“.
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Präventionsgesetz erneut gescheitert
Das Gesetz zur Förderung der Prävention wurde am 20. September 2013 in den Vermittlungsausschuss überwiesen, womit das Präventionsgesetz auch in dieser Legislaturperiode gescheitert ist. Der Bundesrat fordert eine grundlegende Überarbeitung, da das vorgelegte Gesetz nicht den Ansprüchen entspreche, Prävention und Gesundheitsförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu organisieren.
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Kontakt und Impressum

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung
an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW)
„Betriebliches Gesundheitsmanagement“
Dr. Uta Walter, Leiterin der Geschäftsstelle
Postfach 100131
33501 Bielefeld
Tel.: 0521 106-4362
Fax: 0521 106-2985
E-Mail: uta.walter@uni-bielefeld.de
Internet: www.bgm-bielefeld.de